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Virginia No 1 Golden Sweet

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Mac Baren Virginia No. 1 Golden Sweet

(Pfeifentabak)

Markenname:Mac Baren
Hersteller:Mac Baren
Mischung:Virginia
Schnittbreite:ready rubbed
Typ:leicht aromatisiert
Flavour:Honig
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50 g. Pouch
Preis:5,75 Euro

Björn Hollensteiner

Der Mac Baren Virginia No.1 war mein erster Versuch, eine tabakechte, unaromatisierte Mischung zu rauchen. Glücklicherweise. Denn für eine solche ist er erstaunlich süß und leicht und macht Appetit auf mehr.
Es handelt sich dabei um eine reine Virginiamischung, die zu Flakes gepresst und wieder rauchfertig aufgerubbelt wurde. Beim Öffnen des Pouch zeigt sich ein sehr ansprechender hellgelber bis kräftigbraunfarbiger Tabak, der einen aromatischen, duftigen Tabaksgeruch verströmt. Die Qualität hebt sich eindeutig über andere McBaren Mischungen heraus.
Der Tabak ist äußerst unkompliziert zu rauchen. Einmal angezündet, glimmt er gut und ohne nennenswerte Kondensatbildung. Raucht man ihn schön langsam, entströmt der Pfeife ein angenehmer, süßlicher Rauch, der nicht nur den Raucher selbst, sondern auch etwaige Mitraucher ansprechen dürfte. Wenn man zu schnell raucht, merkt man es sofort daran, dass der Duft verschwindet und der Rauch einen Zigarettencharakter annimmt. Liegt wohl an der reinen Virginiamischung.
Fazit:
Ich kann diesen Tabak allen Rauchern von aromatischen Tabaken empfehlen, die einmal einen "Echten" probieren wollen. Ich für meinen Teil habe immer etwas davon zu Hause. Man sollte sich nicht vom "Tankstellen-Image" der Mac Baren Tabake blenden lassen, dieser hier ist ein sehr gutes Produkt.

Webadresse: http://www.mac-baren.com


Wolf-Rüdiger Jürgens

Der Virginia No.1 ist eine lange am Markt etablierte Mixture von Mac Baren. Er besteht aus vielen reifen Virginia-Tabaken die im ready-rubbed Verfahren aufbereitet werden. Das Tabaksbild wird geprägt von hellen, blonden Tabaken die in der Dose ziemlich gepresst sind. Der Geruch nach dem Öffnen der Dose ist wieder typisch Mac Baren, leichter Honig-Geruch und duftiger Tabak. Er hat nur wenig Feuchtigkeit, sie ist meiner Meinung nach gerade richtig. Vor dem Stopfen sollte man ihn aber etwas Auflockern, sonst ist er viel zu fest, was dem leichten Ziehen nicht gerade entgegenkommt.
Auch eine größere Pfeife ist angebracht, so kann er sich viel besser entfalten. Bei starker Auflockerung kann man ihn aber auch in kleinen Pfeifen rauchen.
Das Anzünden gestaltet sich sehr leicht, meist ist er nach einem Streichholz gut am Glimmen. Der erste Geschmackseindruck wird durch den Honig und einen leichten fast zu leichten Tabaksgeschmack geprägt. Man sollte sehr Aufpassen ihn nicht zu heiß zu rauchen, dann schmeckt man gar nichts mehr außer heißer Luft, und die Zunge wird malträtiert. Bei langsamen Rauchen bildet sich ab der Mitte der Füllung eine vorher nicht gekannter Geschmacknuance heraus der mir sehr gut gefällt. Ich vermute dass der reichlich enthaltene Honig und der Zucker der Virginia´s leicht karamellisieren und dann eine Geschmacksnote hinzufügen, die an gutes Gebäck erinnert. Wenn man dieses Aroma einmal geschmeckt hat, ist man versucht es solange und soviel wie möglich davon zu schmecken. Jedenfalls war es bei mir so der Fall.
Der Virginia No.1 lässt sich ohne Probleme zu Ende rauchen, er produziert bei sachgemäßen Rauchen sehr wenig Kondensat. Die Raumnote wird von meiner Familie als süß aber erträglich beurteilt.
Fazit:
Ich mag ihn sehr, und werde ihn öfter rauchen. Anfänger sollten ihn ruhig mal probieren, er stellt keine höheren Ansprüche an den Raucher. Er eignet sich gut für "Hitzköpfe" die lernen wollen einen Tabak so kühl wie möglich zu rauchen. Da zu heißes Rauchen sofort geschmacklich und mit Zungenbrand bestraft wird, übt er eine erzieherische Wirkung aus. ;-)

(02.06.2000)


Martin Bleisteiner

Der Duft in der Tüte ist relativ schwach, so richtig nach Tabak, und doch etwas süßlich. Die ready-rubbed Fetzen sind, sagen wir mal hellblond. Die Feuchtigkeit ist ok, und weil der Tabak nur sehr grob rubbed ist, bleibt die Feuchtigkeit lange erhalten. Beim Stopfen habe ich immer etwas noch feiner zerrieben und obendrauf gestopft, dann geht auch das Anzünden leicht. Ohne Zerreiben brauche ich 20 Streichhölzer. Was danach passiert, lässt sich in einem Wort beschreiben: Aua. Wenn ich wie gewohnt ziehe, glüht meine Zunge bald hellrot ;-) erst wenn ich deutlich langsamer als sonst ziehe, geht die Bissigkeit zurück, und ein süßliches feines Aroma entsteht. Kondensat entsteht so relativ wenig, und er lässt sich gut bis zum Schluss rauchen. Ich habe ihn ein paar Mal ohne Filter probiert und mir jedes Mal gründlich die Zunge verbrannt, egal wie langsam ich auch gezogen habe. Ich habe einem Teil mal ca. 10% Latakia beigemischt. Er gewinnt deutlich an Aroma, und o Wunder - der Zunge passiert garnix mehr.
Also: zum Mischen ist er hervorragend geeignet, aber pur ist er mir zu anstrengend.

(10.10.2000)


Frank Nicolai

Der Mac Baren Virginia No. 1 ist einer der ersten Tabake, den ich versuchte, als ich meine Süßpanscherphase langsam beendete. Dieser Tabak und der Timms No Name orange waren es, die mir die Virginias dann schmackhaft machten, obwohl sie beide nicht als naturbelassen anzusprechen sind.
Beim Öffnen der Dose kommt einem sofort ein süßlicher, aber nicht aufdringlicher Geruch entgegen. Es ist nicht das Mac Baren-typische Honigaroma allein, dass den Geruch (und später auch den Geschmack) bestimmt. Etwas leicht Blumiges kommt hinzu, dass den Grundgeruch (und Geschmack) des offensichtlich recht süßen Virginias untermalt. Der Schnitt hat mich etwas verwundert. Denn in meiner Erinnerung war der Virginia No. 1 ein ready rubbed- Tabak; dieses mal jedoch bestand er zu gleichen Teilen aus kurzgeschnittenem Virginia und zerbröseltem Flake. Der lose VA ist relativ hellgelb, die Farbe der Flakeanteile spielt zwischen mittelgelb bis mittelbraun.
Das Stopfen ist sehr einfach; man sollte nur darauf achten, dass man die geschnittenen und die ready- rubbed-Anteile auch im Pfeifenkopf gut mischt. Das verbessert den Abbrand. Wie schon oben beschrieben entspricht der Geschmack dem Geruch des Tabaks. Er kommt mir ziemlich leicht vor, ist also für solche heiße Sommertage wie zur Zeit gerade das Rechte. Der Abbrand geht - rechtes Stopfen vorausgesetzt - gut vonstatten. Man muss den Tabak aber immer unter Zug halten, anderenfalls geht er leicht wieder aus, wobei jedoch ein Nachzünden ihm jedoch nicht schadet.
Der Tabak neigt etwas zum Heißrauchen und so auch zu Kondensatbildung. Er ist IMO ein Tabak, der für Filterraucher konzipiert ist, denn ohne Filter (oder mit Papierfilter) geraucht reizte er meine Zunge doch sehr. Erstaunlich finde ich deshalb, dass ich mit diesem Tabak anfing, die Virginias zu entdecken. Schlimm wird es, wenn der Tabak etwas ausgetrocknet ist, dann ist sein Zungenbrandvermögen noch stärker ausgeprägt. Wenn man ihn jedoch langsam und gemütlich wegraucht, brennt er bis auf einen kleinen Berg grau-weisse Asche herunter. Die Raumnote erinnert sehr an Zigarettenrauch mit süßlichem Einschlag - also in jedem Falle auch ehefrauen- und bürotauglich.
Fazit:
Es war nett, mal wieder mit dem Virginia No. 1 einige Pfeifen gestopft zu haben und die Bekanntschaft zu erneuern. Aber es wird ein Gastspiel gewesen sein, denn dauerhaft ist mir der Tabak zu leicht, zu unspektakulär. Das allerdings bedeutet keinesfalls, dass der Tabak schlecht ist! Aber ich mag eher Tabake wie den Ennerdale Flake, der das gewisse Etwas hat, als den Virginia No. 1. der durch etliche andere Tabake ersetzbar zu sein scheint - er ist einer von den gewöhnlichen. Trotzdem würde ich ihn Tabakjüngern, die das Pfeiferauchen erlernen wollen, empfehlen, denn er zwingt dazu, das langsame, ruhige Rauchen zu erlernen.

(30.07.01)


Daniel Wegehaupt

Zum ersten Mal in Berührung mit dem Virginia No. 1 von Mac Baren kam ich aufgrund einer Probe, die einem MB Werbeheftchen beigelegt war. Obwohl ich bei naturbelassenen Tabaken eher vorsichtig bin, wollte ich die Probe natürlich auch nicht umkommen lassen.

Ich rauchte ihn am Morgen auf dem Weg zur Arbeit, darauf gefaßt, beim ersten Anzeichen von Bissigkeit oder Heugeschmack, die Pfeife sofort wieder aus der Hand zu legen.

Aber nichts dergleichen geschah. Im Gegenteil, der VA1 überraschte mich mit einer deutlichen, markanten Süße. Ja, ich hatte bis jetzt noch keinen süßeren VA geraucht. Nun gut, so ganz naturbelassen und natürlich ist diese Süße wahrscheinlich nicht. Einige tippen hier ja auf ein gewisses Honig-Flavouring. Aber sei's drum, ich entfernte den Filter aus der Pfeife, um noch mehr von dieser herrlichen Süße und dem bekömmlichen Tabak zu schmecken.

Nun habe ich mir 100g in meine Tabakbar gelegt und muß sagen, dass ich den VA1 immer noch so gern mag wie am ersten Tag. ;-))

Aus dem Pouch riecht der Tabak etwas zigarettig, aber schon hier ist die Süße bzw. das Flavour deutlich erriechbar. Die ready rubbed Fasern im Pouch sind zu lang und störrisch um sie sofort in die Pfeife einzubringen. Aufrubbeln ist angesagt. Diese Arbeit hinterläßt beim Süchtling ;-) leicht klebrige Finger, wird dann aber auch mit einem guten Abbrand belohnt. Aber Achtung: Bloß nicht zu fest stopfen, der Tabak verstopft schnell das Zugloch und die Züge werden dann heiß und merklich zungenunfreundlich.

Die Stärke liegt IMO bei leicht bis knapp medium. Der Tabak hat einen milden Duft, und verströmt doch Tabakwürze in Mund und Nase des Rauchers. Ich rauche den VA1 meist filterlos und in Pfeifen mit mittlerer Kopfgröße.

Schrieb ich beim Cumberland vom Duft des Herbstes, so ist der Virginia No. 1 der Altweibersommer unter den Virginias. Die Sonne wärmt das Herz und verkündet nochmal die Kraft des Sommers, während sich die ersten Blätter schon färben und auf die feuchte Erde fallen.

Fazit:
Daumen hoch! Der VA1 hat mir sehr gut gefallen. Ich werde mir wieder ein Päckchen kaufen und empfehle ihn vor allem Aromatenfreunden, die mal einen Ausflug in die Welt der VA's machen wollen, dabei aber vor zuviel Tabakwürze zurückschrecken. Für Freunde eines Kendal Plug ist er daher eher weniger geeignet.

(20.09.2002)


Maico Schulz

Optik:
Der Virginia N°1 ist von einem sehr schönen Erscheinungsbild. Ich mag irgendwie Ready Rubbed Tabake. Auch wenn hier eher ein half ready rubbed angebracht wäre, denn der Flakestückanteil ist erfreulich hoch. Ich mag nämlich Flakes sogar noch einen Tick lieber als Ready Rubbed. Herrscht überwiegend ein schönes dunkles bernsteinbraun vor, schimmern doch ab und an helle Stücke hervor. Wirklich schön anzusehen.

Olfaktorisches im Nichtbrennzustand:
Er riecht wie ein Virginia riechen muß: Tabak pur. Eine Erinnerung an Drehtabak kommt auf, aber nach wenigen Schnüffelzügen wirkt Drehtabak dagegen fade. Nein, der N°1 riecht irgendwie nach... Virginia. Darüber schwebt die Mc Baren typische Honignote, die dem herben und frischen Virginiageruch nicht ganz gerecht wird. Ich finde diese Honignote irgendwie störend. Aber man kann sich auf den Virginiaduft konzentrieren und dann ist alles wieder gut.

Tastologisches:
Der Tabak ist - jedenfalls mein Pouche - selbst für Mc Baren Verhältnisse recht feucht. Nach einigen Tagen jedoch hat er die Feuchte, die ich und meine Pfeifen mögen... also hinein in die Brennkammer..

Stopfologisches:
Nun, ein in Flakedingen bewanderter Pfeifenschmaucher wird keine nennenswerten Probleme haben, den N°1 einfach so in seine Pfeife zu applizieren. Anderersseits ist es wohl auch kein Umstand, den Tabak zuvor etwas zu bröseln... wie mans eben mag.

Zünd & Start:
Nun, es gibt leichter entflammbare Tabake. Hier tritt erstmals ein Merkmal des N°1 auf, daß ich gleich beschreiben werde. Ich bin von dem Ehrgeiz getrieben, eine Pfeife mit einem einzigen Streichholz zu entzünden, und dieser Ehrgeiz brachte auch den N°1 letztlich zum lieblichen Glimmen. Da nutzt auch sein mittleres Aufbäumen nix.

Rauch & Schmauch:
Der N°1 hat ein Merkmal, daß ihn auszeichnet. Er ist ein eiserner Lehrer, der einem ein Schnell und Heißrauchen nicht verzeiht. Kaum ein Tabak reagiert so schnell mit Zungenbrand und Schärfe wie der N°1. Andererseits wird man - wenn man gemütlich und langsam raucht - mit einem wundervollen, ehrlichen Tabakaroma belohnt, daß einem die Freude am unaromatisierten Tabakrauchen bringt. Und daß sage ich als oller Süßkramraucher. Bringt man die Ruhe auf, wird man zudem mit einem ungewöhnlich langen Rauchopfer belohnt. Ja, so ein N°1 Rendezvous kann durchaus längere Zeit dauern und keine Minute ist verlorene Zeit. Zumal der N°1 kein Nikotinhammer ist, der einen vom Sessel purzeln lässt. Das Raumaroma scheint etwas dem Zigarettenrauch zu gleichen.

Asche: Grau. Einfach nur Grau.

Fazit:
Daumen hoch. Ein VA mit pädagogischem Grundkonzept, adrettem Aussehen und ehrlicher Bodenhaftung.
Man kann mit dem Tabak imho das Pfeiferauchen anständig lernen...

(22.05.2003)


Ingo Gebert

Der Tabak wird vom Hersteller mit den folgenden Worten beschrieben: "Mac Baren Virginia No 1 - ein ready-rubbed Tabak aus zahlreichen verschiedenen ausgewählten und vollreifen Virginia-Tabaken, die "Virginia No. 1" den milden, interessanten und süßlichen Geschmack verleihen."

Ich habe auch einmal in der Pipe und Cigar gelesen, dass Mac Baren für die Herstellung dieser Marke 17 verschiedene Tabaksorten verwendet. Nach dem Öffnen der Runddose erblicke erspähe ich ein Kraut in eher hell gehaltenen Brauntönen, und meine Nase lässt mich Tabakwürze und einen Honigduft doch relativ gut wahrnehmen. Der Tabak ist rauchfertig und kann sofort in das Rauchgerät eingefüllt werden, und ist das Rauchopfer einmal in Brand gesetzt, so glimmt es gutmütig und gleichmäßig vor sich hin, Nachfeuern ist nur ganz selten erforderlich.
Während der ersten Züge kommt das Honigaroma schwerpunktmäßig zum Tragen, und nach der Mitte der Pfeifenfüllung meine ich, dass das Geschmacksbild eine Karamellnote annimmt. Tabakwürze ist jederzeit präsent, ohne jedoch allzu aufdringlich zu werden. Allerdings verlangt der Virginia No. 1, mit Bedacht geraucht zu werden, zu kräftigres Ziehen wird mit einem Zwacken in der Zunge bestraft. Wenn man dieses vermeiden möchte, kann man einen Meerschaumfilter benutzten, hierbei,
so machte ich die Erfahrung, erleidet das Kraut keine Geschmackseinbussen, und aus Versehen einmal zu kräftig daran gezogen, wird hierdurch das "Zungenzwacken" vermieden.

Fazit:
Daumen hoch, dieser Tabak hat für mich das Zeug zum All-day-smoke, hinzu kommt der günstige Preis in Höhe von 11.- EUR.

(15.04.2004)


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