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Westminster

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G.L. Pease Westminster

(Pfeifentabak)

Markenname:G.L. Pease
Hersteller:G.L. Pease
Mischung:Latakia, Orient, Virginia
Schnittbreite:Mixture
Typ:englisch
Stärke:medium-stark

Stephan Beeck

Der Westminster wird von Greg Pease als der Tabak beschrieben, der bei dem Versuch entstanden ist die alte London Mixture (noch aus der Zeit vor Murray&Sons) des Herstellers Dunhill nachzumischen. (siehe dazu auch http://www.glpease.com). So bin ich auch, als Anhänger, will sagen erklärter Liebhaber der London Mixture, bedingt vor allem durch deren endgültigen Einstellung was den Verkauf in Deutschland angeht, auf den Westminster aufmerksam geworden.

Nun, um es vorweg zu nehmen. Der Tabak schmeckt in der Tat wie eine Dunhill-Sorte, jedoch nicht wirklich wie die London Mixture .... er schmeckt besser! (so gut, daß ich der London Mixture kaum noch nachtrauere)

Beim Öffnen der Dose kommt ein relativ feuchter Tabak zum Vorschein, der in relativ breiter Schnittart für eine Mixture daherkommt. Nicht nur das ist Unterschied zu den relativ langfaserigen Dunhill-Mischungen, sondern auch das Tabakbild, das bisweilen sogar kleine Strünke enthält, etwas was bei Dunhill nie vorkam. Der Tabak ist mittel- bis dunkelbraun und von den charakteristischen schwarzen Anteilen durchsät, die der Latakia einer englischen Mischung angedeihen lässt. Der Geruch ist torfig, erdig aber auch süßlich und leicht pfeffrig.

Die erste Füllung der frisch geöffneten Dose wollte mir erstmal, zu meiner Verwunderung und Enttäuschung nicht so recht schmecken, erst als ich den Tabak wirklich einige Tage hab abtrocknen lassen, war es ein leckeres, ja will sagen phantastisches Raucherlebnis. Die Symbiose der Grundtabake ist mehr als gelungen, der Latakia kräftig, die Orients gewohnt mit leichter Schärfe und ein wunderbar weicher Virginia zum abrunden...

Wieder einmal wurde ich von einem amerikanischen Tabak so angenehm überrascht, daß ich eine Zeitlang gar nichts anderes mehr rauchen wollte. (Dieser Umstand hat sich Gott sei Dank wieder gelegt *g*) Der Westminster ist ein phantastischer Engländer, perfekt gemischt und vor allem für Freunde von klassischen Mischungen wie eben der London Mixture, aber vor allem Balkan Sobranie eine echte Alternative.

Der Abbrand gestaltet sich, wie es sich für eine englische Mischung gehört problemlos, wenn erstmal das Feuchtigkeitsproblem gelöst ist. Man braucht in der Regel nicht oder nur ein oder zweimal nachzünden, etwas nachstopfen und erhält am Ende trockene, graue Asche die einem verkündet, daß es leider schon wieder mal vorbei ist.

Fazit:
Pease hat hier was phantastisches geschaffen! Auch wenn er nicht wirklich die London Mixture getroffen hat, er hat meiner Meinung nach was viel besseres vollbracht. Einen würdigen Nachfolger für viele alte, ehrwürdige und leider vom Markt verschwundene Engländer zu kreieren. Der Westminster hat einen festen Platz in meiner Tabakbar und ist im Moment meine absolute Nummer 1. Er hat sogar den phantastischen Mississippi Mud und Frog Morton, aber auch C&Ds Da Vinci in die Schranken verwiesen und ich werde schauen, daß ich immer einige Dosen dieses leckeren Tabaks in meiner Bar habe. Daumen eindeutig ganz weit nach oben!! Ein Muß für jeden der gute Engländer zu schätzen weiß...

(06.06.2007)

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