Orlik White Mixture
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Orlik |
| Mischung: | Virginia 30 %, Black Cavendish 70 % |
| Schnittbreite: | ca. 1,5 mm breiter Normalschnitt |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 g Pouch , 100 g Hochdose |
| Preis: | 100 g - 13,25 Euro |
Manfred Arenz
Der Orlik White ist brandneu auf dem Markt, ich habe mir sofort ein paar Probetütchen geschnappt und gestern Abend aus 2 Pfeifen getestet (Cavicci Billiard, oFi, größeres Füllvolumen - Meerschaum oFi, mittleres Volumen).
Der Tabak ist eine typische VA - BC Mischung, das Tabakbild "black and gold". Aus der Tüte er indifferent fruchtig mit Kakaonoten, weniger süß als würzig in der Richtung Gewürzkuchen - Kandis - Anis.
Die Schnittbreite erlaubt das Füllen in Pfeifen aller Füllvolumina, durch den hohen Cavendish-Anteil würde ich aber nicht zu kleineren Pfeifen raten, und in übergroßen Tabakkammern würde der BC Gefahr laufen, zu verbacken. Zudem lässt der Geschmack im letzten Viertel der Füllung deutlich nach, was auch für mittelgroße Pfeifen spricht.
Zum Anzünden brauchte es 3 Feuerungen, bis der BC vollständig anbrannte. Danach glomm die White Mixture problemlos und sehr kondensatarm bis zum Schluss durch.
Der Geschmack änderte sich während des Rauchens von heftig aromatisch bis zu typisch Black-Cavendish-süß:
1. Viertel: etwas säuerlich-fruchtig, sehr aromatisch Richtung Anis
2. Viertel: recht intensiv werdend, Zitronenaromen
3. Viertel: das Aroma lässt langsam nach, ausbalanciert ohne eindeutige Richtung, schmeckt ähnlich dem Rattrays Dark Fragrant Richtung Traubenzucker
Schluß: kaum noch Aroma, etwas schal
Übrig bleibt neben weißer Asche ein kaum nennenswerter Rest BC-Krümel, der Tabak bildet recht viel Ablagerungen und kann so gut zum Einrauchen empfohlen werden.
Fazit:
Ein guter, aromatischer Tabak mit geringem Casing, der Geschmack wird weitgehend vom Cavendish getragen. Er erinnert mich etwas an den Orlik Silver & Black aus den 90ern
(07.03.2002)
Uwe Hesse
Herstellerbeschreibung: "Extramilde Mischung aus mildem Black Cavendish unter Zugabe von goldenen, leichten, lose geschnittenen Virginia-Tabaken. Sehr aromatischer fruchtiger Geschmack und Wohlgeruch."
Heute habe ich endlich mal ein Probe dieses im März 2002 in Deutschland neu eingeführten Tabaks geraucht. Angesichts des hohen BC-Anteils von 70% ist die Sortenbezeichnung als "Weiße Mischung" grob irreführend, da man einen reinen VA-Tabak erwartet. Das einzig weiße ist die stark an den bekannten OGS angelehnte Verpackung, die insbesondere als Dose einen bemerkenswert provisorischen Eindruck macht, unpassend für diesen recht teuren Alltagstabak.
Frisch aus dem Tütchen hält sich der Fruchtgeruch des Tabaks erfreulicherweise in Grenzen. Das Entzünden gestaltete sich etwas mühsam, dies kann aber auch an der frischen Probe gelegen haben. Aufgrund des recht schmalen Schnitts ohne Flakeanteile, brennt der Tabak auch in kleineren Pfeifenköpfen gut ab. Beim Heißrauchen wird der Geschmack schnell pappig.
Mein Fazit:
ein modisch leichter und milder Vanille-Tabak, den niemand wirklich braucht. Der Tabak erinnert mich stark an Larsens Golden Dream von demselben Hersteller OTC, dieser ist jedoch deutlich preiswerter.
Den launigen Werbespruch, aus Orlik of Londons Geschichte, "Geraucht von allen scharfsinnigen Richter" mit dem Abbild eines alten englischen Oberrichters möchte ich stark bezweifeln. Wenn überhaupt, rauchen die Law-Lords in ihren Dunhill-Pfeifen einen gleichnamigen Latakia-Tabak, geheime Familienmischung versteht sich.
Herstellerinfo: www.orlik.dk
(07.04.2002)