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Wolfs Pfeifenkraut

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Eigenmischung Wolfs Pfeifenkraut #1

(Pfeifentabak)

Markenname:Eigenmischung
Hersteller:Wolf-Rüdiger Jürgens
Typ:englisch
Stärke:medium

Wolf-Rüdiger Jürgens

Bei Probe Nr.1 handelt es sich um "Pfeifenkraut #1" eine Eigenmischung von mir. Diese Mischung entstand ausschließlich aus den Torben Dansk Misch-Tabaken von DanPipe. Und hier ist das Rezept:

Pfeifenkraut #1:
25 Proz. Virginia Zaire 1.6mm
25 Proz. ungeflavourter Black Cavendish
15 Proz. Orient Spezialität
15 Proz. Latakia Cypern
15 Proz. Latakia Syrien
5 Proz. Perique

Alles Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht. Bei dieser Mischung bieten sich noch sehr viele Möglichkeiten der Abwandlung. Ich habe hier schon eine neue Mischung "Pfeifenkraut #2" am "agen", wo der Latakia/Perique-Anteil verringert und dafür der Orient-Anteil erhöht wurde.

Dieser Tabak wurde an 5 Mitglieder von daft geschickt, die nicht wussten, um welchen Tabak es sich handelt. Die Ergebnisse des "Blind Test":


Björn Hollensteiner

Probe No. 1 ist schon bei geschlossenem Beutel als kräftigere Latakiamischung zu erkennen, bzw. - riechen. Auch der Mischungsspiegel deutet in diese Richtung. Die Mischung besteht IMO aus einer helleren und einer dunkleren Virginiasorte, satt- bis dunkelbraunem Orient und schwarzem Latakia, wobei die beiden dunklen Blattsorten sicherlich an die 50 Prozent der Mischung ausmachen. Donnerwetter, Wolf-Rüdiger, Du hast Dich wohl nicht lumpen lassen... Das Blattgut ist fein geschnitten, etwa 1-2 mm würde ich sagen. Der Duft ist herb, würzig, es liegt wenig Süße darin. Der Red Rapparee z.B. ist erheblich süßer und weicher im Duft. Auch der Lutz No. 1 kommt mir noch etwas milder vor, ich habe aber keinen mehr da zum direkten Vergleich. Ich zünde mir eine Füllung von Probe 1 in der Kallenberg Billiard mit Filter an. Von Beginn an ein kräftiges Latakia-Orient Aroma, das ich schon als penetrant bezeichnen würde. Die Virginias geben nur wenig Süße ab, vermutlich handelt es sich um Zimbabwe-Sorten. Sauberer Abbrand, wenig Gesotter und recht kühler Rauch. Ab der Mitte der Füllung wird das Aroma noch voller und herber. Zweite Füllung, diesmal in der Lorenzo. Ich wage es, mit einem Adapter filterlos zu rauchen... Das herbe, penetrante Aroma legt noch mal zu. Nach 10 Minuten schmeckt mir die Pfeife einfach nicht mehr und ich entscheide mich, anstatt des Adapters wieder einen Filter einzusetzen. Nun geht es wieder. Gegen Ende der Füllung stellt sich etwas Zungenbrennen ein. Danach reicht es mir erst mal ;-)

Fazit:
Ein sehr kräftiger und voller Orient - Latakiablend, der mir nicht sehr zusagt. Hätte ich ihn mir irrtümlich gekauft, wäre er ein Kandidat für eine "Abmilderungskur" mit sicherlich 20 - 30 Prozent Virginia Mysore. Was es sein könnte? Die aromatische Nähe zum Lutz No. 1 lässt an den Bill Baileys Balkan "pur" denken. Aber auch ein kräftiger Dunhill, wie z.B. der Nightcap wäre denkbar.

(21.03.2000)


Jörg Eichelberger

Mischung: Mixture
Typ : naturbelassen mit Latakia
Schnitt : Mixture kurz, fein ca. 1mm
Farbe : blonde, rote und schwarze Tabake
Stärke :
Duft roh: Bei der ersten Geruchsprobe hat mir Probe 1 sofort mehr zugesagt als Probe 2, weshalb ich mich dafür entschieden habe, diesen Tabak als zweiten zu probieren. Der Latakia ist hier deutlicher zu erkennen als bei Probe 2

1. mit Filter Probe 1 kommt zu Anfang rauchig mit leichter Süße und ohne Säure. Der Geschmack ist jetzt schon sehr rund. Im Verlauf des Rauchopfers bildet der Tabak Säure aus, die aber dezent im Hintergrund bleibt. 2. ohne Filter Die Süße ist sofort stärker ausgeprägt, auch ein zarter Orangenton ist wahrnehmbar, der später in Zitrone übergeht. Die Geschmacksfülle steigert sich zum Ende hin, wird intensiver und flacht nicht ab. Der Abbrand ist sehr gut und es bleibt nur hellgraue Asche übrig.

Fazit:
Probe 1 ist ein recht guter aromatischer Tabak, der sich gut für alle Tage eignet.

(15.03.2000)


Thomas Schoke

Zweifellos eine VA / Orient / Latakia Mischung. Die Probe in eine Georg Jensen gefüllt, angesteckt und... deja vu! Große Ähnlichkeit mit Lutz Nr. 1 und Björn's Tabakprobe Nr.2 (Sillems) vom ersten blind-test. Der Tabak ist medium, glimmt hervorragend. Der Geschmack zeigt Virginia mit reichlich Orient und einer ordentlichen Prise Latakia. Im Aroma kann ich kaum einen Unterschied zu Lutz seiner Eigenmischung erkennen, eventuell ist diese Mischung noch eine Spur leichter und besitzt etwas mehr Tabaksüße. In meiner Probe befanden sich mehrere dicke Stengel bzw. Rippen, die aussortiert werden mussten. Außerdem enthält der Tabak sehr feinkörnige Anteile, beinahe Staub. Beides deutet auf einen Tabak der unteren Preisklasse hin.

Fazit:
Eine nicht sehr starke VA / Latakia Mischung mit viel Orient. Letzter ist geschmacklich immer präsent und für mein Empfinden zu dominant. Eine Füllung habe ich zwar mit Appetit geraucht aber gezielt kaufen würde ich den Tabak nicht.

(21.03.2000)


Manfred Lüdtke

Hersteller. ????
Mischung: Virginia und dunklere Ready Rubbed Anteile und Latakia
Schnittbreite: Wild Cut; Charakteristisch für den wilden Cut sind die unterschiedlichen Schnittarten der einzelnen Tabaksorten innerhalb dieser Mischung.
Farbe: helle mittelbraune und dunkle Töne geben ein schönen Kontrast
Aroma/Typ/Flavour: zungenmild und rauchige Würze, mildes Aroma
Stärke: medium

Der Tabak erinnert mich an die Probe 2 im ersten Test. Keine Aromatisierung erkennbar. Das Anzünden kein Problem und das Brennverhalten ist unproblematisch, gleichmäßig glimmend. Der Geschmack ist herrlich und ausgewogen, man merkt den Latakia. Die Süße der Virginias wird im Geschmack durch den Latakia gut im Zaum gehalten. Der Geschmack dieser Mischung verändert sich auch dann nicht, wenn die Pfeife zur Neige geht. Genuss bis zum letzten Zug. Auch bei erneutem Anzünden schmeckt der Tabak wie vor dem ausgehen. Zur Raumnote kann ich nicht viel sagen, jedenfalls für mich ist es angenehm.

Fazit:
Ein guter Tabak ohne große Schwächen. Nicht aromatisiert, kein erkennbares Top-Flavour. Feine weiße Asche, kein Gesotter. Aus mittleren Pfeifenköpfen sollte man diesen Tabak rauchen. Ideal für den Anfänger, der seine ersten Gehversuche mit Latakia machen will.

(21.03.2000)


Michael Karrengarn

Nach dem Anzünden ist ein Anteil Latakia zu schmecken und im Hintergrund macht sich noch etwas anderes bemerkbar, kaum zu beschreiben: irgendetwas künstliches, vielleicht etwas seifiges. Es schmeckt immer mal mehr und mal weniger kräftig durch. Der Tabak ist die ganze Füllung über sehr sanft, geradezu weich auf der Zunge. Er hat einen sauberen Abbrand, insgesamt gute Raucheigenschaften und am Schluss bleibt wenig graue Asche übrig.

Stärke: medium
Raumnote: nicht angenehm
Schulnote: 3-

Fazit:
Der Tabak lässt sich insgesamt gut rauchen, er trifft mit seiner "künstlichen" Note nicht meinen Geschmack.

Bei diesem Blind-Test wurden zwei Tabake getestet. Der zweite Tabak war Friedmann & Peace "Oasis"

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