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Synjeco X-Mas Mixture - Carlisl Mixture
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Synjeco |
| Schnittbreite: | verschiedene Schnittbreiten (Normalschnitt) |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 200 g Plastikbeutel (vakuumverpackt) |
| Preis: | 23,33 EUR |
Matthias Klodt
Im November 2001 habe ich von Lothar Wienands eine Probe dieses Tabaks bekommen, der mich auf Anhieb begeisterte. Es handelt sich dabei um eine Eigenmischung von Daniel Schneider (Synjeco, Schweiz), die im Rahmen einer "Nikolaus-Aktion" kreiert wurde. Er war zusammen mit einer Pfeife, Reiniger und Stopfer (Tscheche) erhältlich, geliefert wurde alles in einem kleinen, typischen Nikolaussack. Deshalb kann ich zum eigentlichen Preis des Tabaks keine Aussage machen.
Aus dem geöffneten Vacuumpack duftet es einmal nach dem vom RB Plug, Grousemoor Plug oder Grousemoor Mixture bekannten seifig-parfümierten Flavour, aber wesentlich dezenter. Dazu kommt aber noch ein Aroma, das mich früher das Gesicht hat verziehen lassen: das von Latakia. Die Weihnachtsmischung hat mir die Tür zu englischen Tabaken geöffnet, zumal hier die englische Note ebenfalls zurückhaltend in Erscheinung tritt. Diese Kombination beider Aromen halte ich für sehr gelungen, ich empfinde sie als harmonisch und macht Appetit auf das erste Rauchopfer.
Der X-Mas ist relativ fein geschnitten, die Farbe dunkel- bis mittelbraun. Er ist sehr gut konditioniert, vielleicht eine winzige Spur zu trocken, wobei ich ihn seit drei Monaten immer noch im geöffneten (zusammengerollten) Kunststoffbeutel aufbewahre und er keinerlei Anstalten macht, trockener zu werden.
Das Stopfen geht problemlos, ebenso das Anzünden, wobei der Tabak sich kaum "aufbäumt"; die Glut entwickelt sich sofort homogen auf der ganzen Oberfläche. Der X-Mas brennt erstaunlich lange, er schmeckt bis zum Schluss, ohne bitter oder bissig zu werden. Der Geschmack und die Raumnote halten, was der Tabakgeruch verspricht, wobei die "parfümierte" Seite in den Vordergrund tritt.
Fazit:
Ein Tabak, bei dem ich keine Schwächen erkennen konnte, einer der besten, die ich kenne. Trotz seines Namens kann er auch zu Ostern geraucht werden ;-). Nur wegen meiner Befürchtung, er würde nicht mehr aufgelegt werden, habe ich ihn nicht täglich genossen. Diese Sorge scheint aber unbegründet, da er demnächst auf Daniels Website mit eigener Artikelnummer erscheinen soll; zu bestellen ist er momentan immer noch als Weihnachtstabak.
(16.03.2002)
Folgende Ergänzung zu meinem Review der X-Mas-Mischung (Weihnachtstabak) von synjeco: er heißt jetzt "Carlisl Mixture" und ist ab 200 g für 35,- CHF bei synjeco erhältlich.
(22.05.2002)
Ingo Gebert
Die Carlisl Mixture ist eine weitere Hausmischung von Synjeco. Das Pfeifenkraut wird mit den nachfolgenden Worten beschrieben: „Sie werden die Mischung mögen – oder aber auch nicht. Entscheiden Sie selber, ob es eine „englische“ oder eine „aromatisierte“ Mischung ist. Wir haben hochwertige Virginialagen ausgewählt und diese mit einem dezenten Flavouring versehen, und fügten einige Komponenten einer traditionellen, englischen Mischung hinzu wie Latakia und einen Hauch von Perique. Die Süsse ist natürlich, weil wir darauf verzichtet haben, Cavendish hinzufügen. Wir haben diesen Tabak als unsere Weihnachtsmischung 2001 angeboten, und auf Grund der Anfragen vieler Pfeifenraucher haben wir die Carlisl Mixture als Hausmischung in unser Programme aufgenommen.“
Bei der letzten Bestellung hatte mir Daniel freundlicherweise ca. 20 g dieser Mischung als Probe überlassen. Meine Nase konnte ein rasierwasserähnliches Aroma erschnüffeln, und wenn Latakia vorhanden war, dann nur sehr rudimentär. Auch bei diesem Tabak ist das Anzünden - wie beim Elephant Dung- etwas mühselig, aber wenn diese Prozedur einmal überstanden war, ging es. Der Geschmack enthielt die rasierwasserähnliche Komponenten der Geruchsprobe, hinzu kaum noch eine seifigre Bestandteil. Ganz entfernt erinnerte mich der Geschmack an den RB-Plug, und das spricht nicht gerade für diesen Tabak. Im letzten Drittel der Pfeifenfüllung kam dann noch meisten eine pfefferartige Stärke hinzu. Auch ist der Tabak nicht von schlechten Eltern, von der Stärke her würde ich sagen, er tendiert Richtung Full.
Fazit:
Daumen runter, hätte ich mir 200 g auf Verdacht bestellt gehabt, würde ich diese versuchen zu tauschen oder aber zu kompostieren. Eins würde ich damit ganz bestimmt nicht machen: Rauchen!
(01.12.2003)