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Crazy Vanilla Panatella
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| Format: | Panatella |
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Horst Stöcker
Aromatisierte Zigarren und Zigarren aus Pfeifentabak sind umstritten,
keine Frage. Wenn ich "was Süßes" rauchen will, greife ich auch eher zur
Pfeife. Meine erste Begegnung mit aromatisierten Zigarren hatte ich in Form der
bekannten und fast überall verfügbaren Moods Tubos. Mein Urteil: geht so. Richtig gut (und deshalb immer für besondere Gelüste im Humidor) sind
Messmer oder die Hausmarke-Panatela von Tabak Heinrichs in Köln - aber
leider selten zu bekommen. Ganz schlimm sind die inzwischen vermehrt angebotenen merkwürdigen Tabakprodukte, die ich einmal "Fun-Zigarre" nennen möchte. Die fast überall verfügbare "Independence Extreme Vanilla" geht überhaupt nicht.
Aus Neugier habe ich mir mal ein 3er Paket "Crazy Vanilla Panatella"
(Ermuri) gekauft. "Cooles Produkt für viele Anlässe, z.B. feucht-fröhliche Runde", wird
die Zigarre angekündigt. Um das Fazit vorwegzunehmen: Vermutlich ist
auch diese Funzigarre nur im von Alkopops herbeigeführten Koma zu
ertragen. Damit dürfte die Zielgruppe ausreichend beschrieben sein. Ich
gehöre nicht dazu.
Die Aufmachung mit Alu-Tubo und Folie und Bauchbinde ist aufwendig. Die
Zigarre muss vor dem Rauchen noch angeschnitten werden. Nach dem
Anzünden zieht sie gut, raucht sich unproblematisch und schmeckt - nach
nix. Immerhin: Ganz so eklig, wie die "Independence" ist sie nicht. Ab
dem ersten Drittel kommt so etwas wie ein bitterer Beigeschmack auf. Auf
den eigentlich zu erwartenden Geschmack von Tabak und Vanille warte ich
bis zur Hälfte vergebens. Dann beende ich die Verkostung.
Der Ablauf war bei zwei Zigarren der gleiche. Die dritte werde ich
wegwerfen. Ein überflüssiges Produkt.
(06.07.2009)